Sehenswürdigkeiten: St. Katharinen

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Sehenswürdigkeiten

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Sehenswürdigkeiten an unseren Wanderwegen

Hier finden Sie die Sehenswürdigkeiten an unseren Wanderwegen in der Übersicht, mit allen Daten & Fakten.

Anx- und Brochenbacher Grubenweg

Grube OskarEiner der zahlreichen Stollen des Anxbacher Bergbezirkes, der sich vom Brochenbach bis zum Hammerbach (Wied) erstreckt.

Die Brochenbacher Bannmühle
Hermann von Neschen erhielt vom Kölner Kurfürsten 1681 die Erlaubnis, eine Mühle in der Brochenbach zu erbauen „zur Mahlung des haberen Mehls“. Die Mühle wurde dem Mahlzwang unterworfen und der Müller durfte nur Mahlgäste aus den Dörfern Hargarten und Notscheid bedienen. Zur Entschädigung überlassener Kunden musste er dem Linzer Müller drei Malter Roggen und dem Kurfürsten für Nutzung des Wasserlaufs einen Goldflorin jährlich entrichten. Von ursprünglich sieben Mühlen auf dem heutigen Gemeindegebiet ist sie die einzig noch erhaltene.

Pochwerk „Im Bremelsberg“
Die Mauerreste verweisen auf eine im Erzbergbau verwendete Einrichtung. Das Pochwerk und damit verbundene Anlagen dienten zur Zerkleinerung und Trennung (Setzpfannen) von Gestein und Erz. Aus Wassermangel wurde der Betrieb im 19. Jahrhundert an die Wied verlegt, die Gebäude aber noch bis in die 50er Jahre (20. Jhdt.) als Erzwäsche genutzt.

Die Steinshardter Petruskapelle
Die neue, 1975 nur noch bildstockgroße Kapelle ersetzt ein 1801 errichteten Vorgängerbau. Die 6 m lange und 4 m breite Gebetsstätte war mit einem strebepfeilerlosen 5/8-Schluss versehen und mit einer Holztonne gedeckt. In der Giebelnische stand die zur Erbauungszeit gearbeitete Holzfigur des Hl. Petrus. Eine Kopie - das Original ging verloren - findet nunmehr nebst der alten Glocke (Schippang 1869) Platz in dem heutigen Kapellchen. Hier steht auch das Retabel (ohne Predella, aus Platzmangel) des um 1700 geweihten Barockaltars. In der Mensa fanden sich Hinweise, dass bereits 1511 ein Gebetshaus zu finden war, das die Hl. Crispinus und Crispianus zu Patronen hatte.

Silber-, Blei- und Kupferhütte „In der Anxbach“
Von dem Hüttenbetrieb sind nur noch die Fundamente zu sehen. Bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert wurde das Hüttengebäude zu einer Steigerwohnung umgebaut. Die übrigen Fabrikanlagen benutzte man gleichfalls für Wohnzwecke. Neben Schlackeresten finden sich im Uferbereich des Baches orangerote Bleiverbindungen, oberhalb des Geländes ein Teich, der die Anlagen mit Wasser speiste.

Serpentinweg „Auf der Halde“
Die Flur „Auf der Halde“ ist die Keimzelle des Anxbacher Bergbezirks. Mit verschiedenen Stollen versuchte man an das begehrte Erz, zunächst Silber, Blei und Kupfer, zu gelangen. Den Abraum lagerten die Bergleute vor dem Stollenmundloch ab, sodass sich allmählich eine Halde bildete, die deutlich den natürlichen Berghang überlagerte. Die Erzmittel gelangten über den Serpentinweg ins Anxbachtal, wo sie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verhüttet wurden (vgl. Nr. 5). Am oberen Ende der Halde - heute grenzt daran das Industriegelände liegt im Berg verborgen, der die Stollen verbindende Alexanderschacht, der bei Aufgabe der Grube (1960) bis zur 230 m, ein weiterer Schacht zur 430 m Sohle führte. Hier fand man jedoch keinen bauwürdigen Erzgang. Da die Seilfahrt (seit 1876) im Berg stattfand, fehlt der überirdische Förderturm, Charakteristikum der meiste Gruben.

Brochenbacher Bergweg

Kirche - Klostermühle - Brochenbach - Hähnen - Arnsau - Brochenbacher Talweg

  • Gesamtstrecke ca. 7,2 km
  • Reine Gehzeit ca. 170 Minuten

Hummelsberger Basaltweg

Hummelsberg Keltische Ringwallanlage und SteinbruchDen Gipfel des Hummelsberges umrahmte (von 600 bis 400 v. Chr.) auf der Höhenlinie von 430 m eine keltische Ringwallanlage mit einer Mauerstärke zwischen 3,50 und 5 m. Die Höhe betrug ca. 2,5 m. Vor der Mauer fanden die Archäologen 1936/37 einen 65 cm tiefen Spitzgraben. Keramikfunde deuten daraufhin, dass die Anlage nicht nur als Fluchtburg, sondern als ständiger Siedlungsplatz gedient hat. Zwischen 1855 und 1969 fiel der Berggipfel dem Steinabbau zum Opfer. Geblieben ist eine Geländerippe von 409 m über NN. Heute trägt sie wieder ein Gipfelkreuz. Das ursprüngliche Wahrzeichen (4 m höher als das heutige) ließ Carl Wilhelm Steffens zur Erinnerung an die Völkerschlacht von Leipzig (1813) 25 Jahre später, also 1838, errichten.

Die Hargartener Apollonia Kapelle
Die im neugotischem Stil errichtete Kapelle, geweiht der Hl. Apollonia, besaß zwei Vorgängerbauten. Die erste Gebetsstätte datiert auf das Jahr 1628, die zweite stammt von 1669 und war Maria und Josef geweiht. Sie war in Fachwerkbauweise ausgeführt.

Rennenberger Burg- und Schlossweg

Burg Rennenbergerbaut vor 1250 (erwähnt 1217) von den Edelherren von Rennenberg. 1585 verfiel das Gebäude. Der Bergfried stammt aus dem 19. Jahrhundert. An ihm und den übrigen Ruinen werden seit den 80er Jahren des 20. Jhdts. Sicherungs- und Aufbaumaßnahmen durchgeführt.

Schloss Rennenberg
Das spätklassizistische Schloss Rennenberg errichtete Fürst Friedrich IV. zu Salm-Kyrburg, Nachkomme und Erbe der Edelherren von Rennenberg als Sommersitz. 1888 bezog die Familie dort ständig Wohnung. Unter Napoleon diente der Fürst als persönlicher Ordonnanzoffizier.

Rundweg Ginsterhahner Kopf

Ginsterhahner Kopf
Der kegelförmige Berg wurde seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts abgebaut. Wie der Hargartener Hügel ist er 1873 im Besitz von Johann Nagel. Von 1890 bis 1940 beutet die BAG den Säulenbruch aus. Die Steine gelangten mit einer Feldbahn bis zum Hummelsberg und von hier über einen Bremsberg zum Dickert Brecher.

Homscheider Käskümpchenweg

Notscheider BergÖstlich der Hochstaße, nördlich vom Kreuzchen, liegt der seit 1984 stillgelegte Steinbruch Notscheider Berg. Auf der Karte von Müffling (aufgenommen 1818) ist er als 500 m langer, fast in Nord-Süd-Richtung verlaufender, am Fuße ca. 150 m breiter Bergrücken, verzeichnet. 1867 begann die Firma Wirtzfeld mit dem Abbau des Basaltmaterials. Das erstklassige Säulenmaterial beförderten Lastwagen zum Rhein und später teilweise zum Schmelzwerk Kalenborn. 1966 pachtete die BAG auch diesen Betrieb bis zur Schließung 1984.

Herz-Jesu-Kapelle Notscheid
Die im neugotischen Stil 1878 errichtete Kapelle ist 5,50 breit und einschließlich des 5/8-Schlusses 15 m lang. Die Apsis ist schmaler als das Schiff ausgeführt. Das Kreuzrippengewölbe in Chor und Schiff wird durch ungegliederte Pfeiler gestützt. Die nordöstlich zur Straße weisende Giebelwand trägt in der Spitze ein schmales, darunter ein rundes Fenster mit Maßwerk. Die Pforte ist rechteckig, der Dachreiter gotisch spitz ausgeführt und vollständig verschiefert. Den Chorraum schmückt ein gotisch gestalteter Altar. Die mit gelben Rautenmustern verzierten Fenster in Chor und Langhaus stifteten verschiedene Dorfbewohner.

Rundweg Strödter Hügel

Stockshof (Gedenkstein Otto Klonz)Er ist heute wüst gefallen. Wir finden Fundamentreste und eine gefasste Quelle. Vor 1700 gegründet, wächst der Hof 1840 um drei Wohngebäude und Stallungen zum Weiler mit 17 Bewohnern. Bis 1812 war das Anwesen dem Kloster Heisterbach zehntpflichtig. Die ungünstige, abgeschiedene Lage und schlechte Böden führten nach rund 200 Jahren Bewirtschaftung zur Aufgabe der Hofstelle.

Strödter Hügel
Der Abbau des Strödter Hügels begann 1912, im gleichen Jahr der Betriebseröffnung der Eisenbahn Linz-Seifen. Das Basaltgestein transportierte das Unternehmen mit Hilfe einer Bremsbahn an die Wied, wo es in Waggons der Reichsbahn umgeladen wurde. Seit den 20er Jahren lag der Betrieb still. Von 1964 bis 1977 baute die Rhein-Provinzial-Basalt das restliche Steinmaterial mittlerer Qualität ab. Heute findet sich dort ein Fischteich.

Zehntstein der Abtei St. Katharinen aus dem 17. Jahrhundert
Solche Grenzmarken fanden sich in Hinterlorscheid und beim Sengenauer Hof mit der Inschrift SC und dem Abtissinenstab.

Aufstieg nach Rott

Waldpartie in der Nähe von Strödt

Barbara-Häuschen in Hilkerscheid
Die 1850 errichtete Gebetsstätte wurde um ein 1691 errichtetes Flurkreuz gebaut. Dabei nahm man den Unter- und Mittelteil des Kreuzes in die Mitte der Rückwand. Der Aufsatz mit altertümlichen Korpus wurde in den Dachfirst versetzt. In der mit Muschelabschluss verzierten Nische steht die im maniristischen Stil gestaltete Figur der Hl. Barbara, darüber das Hauszeichen der Stifterfamilie (Marcus Flökker und Ehefrau Maria Bilstein)

Wegekreuz – ein sog. Pestkreuz von 1715
Stifter sind der Geschworene (Ortsvorsteher) Servacius Kurtenbach und Christine Schmitz „sambt den Nochberen“. Zahlreiche dieser Wegemale errichteten die Menschen aufgrund eines Versprechens oder aus Dankbarkeit für das Abklingen der Seuche.

Pfarrkirche St. Katharina

Ehemalige Abteikirche der Zisterienserinnen mit Dachreiter im Barockstil. Die ursprünglich einschiffige Nonnenkirche entstand im Stil der Bettelorden-Architektur des Mosel-Lahngebietes. Deutlich sind zwei Bauphasen erkennbar. Der Westteil mit einbahnigen Fenstern stammt von 1257, der Ostteil mit Chor von 1324. Das ursprünglich schon holzgedeckte Langhaus hat, wenn auch nicht stilecht, 1961 eine hölzerne Kassettendecke erhalten. Das Seitenschiff fügte man 1913 an.

Tabernakel
Tabernakel - achteckig mit Zeltdach. Die Arbeit aus Messing, der Fuß aus Bronze, mit Quarzen verziert, schmücken Emaillebilder mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament in  eindrucksvoller klarer Farblichkeit. (Egino Weinert, Köln)